Abgesehen von einer Ausstellung über tropische Regenwälder, die Anfang der 90er Jahre in der Germania-Therme in Münster sowie im Rathaus in Rheine gezeigt wurde, habe ich mich bis vor einiger Zeit nicht ernsthaft mit dieser Art der Bildpräsentation befasst und mein Hauptaugenmerk auf Veröffentlichungen in Magazinen, Büchern und Kalendern gelegt. Das änderte sich aber im vergangenen Jahr. Ab August 2007 bis Januar 2008 war eines meiner Bilder im Rahmen der Ausstellung Wälder der Erde in der renommierten Fondation Beyeler nahe Basel zu sehen. Vom 5. Januar bis 10. März 2008 wurden 24 Bilder im Rahmen einer Einzelausstellung im Kurhaus des Ostseebades Zingst gezeigt. Vom 13. März bis 20. April 2008 präsentierte ich – ebenfalls im Rahmen einer Einzelausstellung – einen Querschnitt meiner naturfotografischen Arbeiten im Umweltzentrum Westfalen in Bergkamen. Jetzt ist allerdings erst mal wieder Pause. Aktuell sind keine Ausstellungen geplant.
Unter dem Titel "Wälder der Erde" präsentierte die Stiftung Wald-Klima-Umwelt vom 19. 08. 2007 bis 6. 01. 2008 in der Fondation Beyeler bei Basel einen opulenten Bilderbogen der Bäume und Wälder unseres Planeten. Rund 100 Exponate dokumentieren eindrucksvoll die Wälder der unterschiedlichen Klimazonen. Es sind, neben anderen, Bilder von Ansel Adams, Edward Weston, Ernst Haas, Frans Lanting, Norbert Rosing, Klaus Nigge, Heinrich Gohl, Albert Renger-Patzsch, Hans Strand, Jan Töve und Günter Ziesler zu sehen.
Zur Ausstellung ist ein sehr empfehlenswerter, großformatiger (24,5 x 30,5 cm), zweisprachiger Katalog (Deutsch/Englisch) erschienen. Dieser enthält – ergänzt durch lesenswerte Texte von Ulf Küster, Guido Magnaguagno und Reinhold Hohl – alle Bilder der Ausstellung in exzellenter Druckqualität. Er ist 176 Seiten dick, kostet 25 €, ist im Buchhandel erhältlich (ISBN: 978-3-9523285-0-7) oder kann beim Verlag bestellt werden (E-Mail: magnumverlag@bluewin.ch).
Pfälzerwald bei Dahn
Ausstellung vom 6. 1. bis 10.3. 2008 im Kurhaus des Ostseeheilbades Zingst. Der meist erstaunliche Einfluss des Lichts auf die Wirkung von Motiven lässt sich in der großen Landschaft ebenso beobachten wie in kleinen Details. Hans-Peter Schaub beschränkt sich oft auf kleine, zuweilen abstrakt erscheinende Ausschnitte aus der Natur, in denen sich der Einfluss der Qualität des Lichts in oft überraschender Weise zu dynamischen Bildern verdichten lässt. Lange Brennweiten, bei offener Blende mit minimaler Schärfentiefe eingesetzt, sind dabei sein bevorzugtes Gestaltungsmittel. Blüten leuchten im Gegenlicht wie mittelalterliche Kirchenfenster, Wassertropfen auf Gras funkeln grell, in unscharfen Bereichen entstehen abstrakte Teilbilder aus verschwommenen Reflexen, Spiegelungen und weich verlaufenden Farbtönen. Zu sehen waren im Zingster Kurhaus insgesamt 24 großformatige Fotografien.
Die Ausstellung im Kurhaus in Zingst. Die Bilder in Formaten von 40x50 und 40x60 cm hingen direkt im großzügigen Treppenaufgang des Zingster Kurhauses
Tina Tandler, bekannte Jazzsaxophonistin aus Berlin, liefert den akkustischen Rahmen bei der Ausstellungseröffnung.
Für meine Tochter Sanderein war Tina Tandler eindeutig wichtiger als meine Bilder.
Nahtlos ging's weiter mit den Ausstellungen. Wem der Weg nach Zingst an die Ostsee zu weit war, der konnte sich viele der dort gezeigten Bilder und noch einige weitere ab 13. März 2008 im Umweltzentrum Westfalen in Bergkamen anschauen. Die Ausstellung dort dauerte bis zum 20. April.
Keine der beiden Ausstellungen gesehen? Einen größeren Teil der in Bergkamen ausgestellten Bilder, können Sie sich online unter www.kunst-speicher.de anschauen.